Sarah und Daniel unterwegs mit Vanable

Auf unserer ersten Tour mit Bus hatten wir zwei Ziele – Sirmione am südlichen Gardasee und anschließend irgendwann und irgendwo die Côte d Azur. Was uns auf unserer Reise erwartete, wussten wir selbst noch nicht. Aufgrund der hohen Touristenaufläufe riet uns ein Bekannter, unsere Simson mitzunehmen. Keines der Länder hatten wir vorher genau unter die Lupe genommen. Das einzig gebuchte Ziel unserer Reise war ein Campingplatz in Sirmione für die ersten drei Nächte. 

Nach fast 900 km und einer nervenaufreibenden Fahrt durch Stau, Regen und einiges mehr, kamen wir endlich im Süden des Gardasees an. Auf dem Campingplatz hieß es nun: Auspacken, einräumen und Wohnlichkeit schaffen! Dank des großen Stauraumes unter dem Bett hatten wir viel mehr Klamotten und Campingausrüstung dabei, als eigentlich notwendig gewesen wäre. Die Sanitäranlagen waren sauber, doch anders, als man es von zu Hause kennt. Der Campingplatz war im Allgemeinen ordentlich, ebenso wie alle umliegenden Plätze. 

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Sirmione ist eine kleine Stadt mit nicht einmal 10.000 Einwohnern, aber während der Urlaubszeit, wie wohl überall, touristisch sehr beliebt.

Am Abend drehten wir eine kleine Mopedrunde, um die Ortschaft schon ein wenig zu erkunden. Durch die vielen Autos im Straßenverkehr war dies das deutlich angenehmere Verkehrsmittel, um von A nach B zu kommen.

Nun zog sich abends der Himmel zu und Gewitter braute sich auf. Durch die bergige Landschaft im Norden war es ein wahnsinnig tolles Hörspiel. Die erste Nacht in einem Vanable® stand an, fernab gewohnter Umgebung und Schlafgewohnheiten. Abgesehen von der anfangs ungewohnten Wärme des italienischen Sommers – mit der man sich doch sehr schnell arrangieren konnte – schläft man wie in den heimischen vier Wänden.

Am nächsten Tag wurde die Umgebung erneut mit dem Moped ausgekundschaftet. Es ging für uns in die Nachbarstadt Peschiera, ca. 8 km von Sirmione entfernt. Dort haben wir uns erste Eindrücke des italienischen Flairs verschafft – enge Gassen, italienisches Eis, herrliche Blumenlandschaften. Zurück in Sirmione haben wir uns die Altstadt, hinter der Scaligerburg angesehen. Hier tummelten sich natürlich etliche Touristen, was nicht zuletzt auch an dem faszinierenden Ausblick und der gemütlichen Altstadt lag. Die Temperatur in Sirmione liegt im August bei ca. 30-32 °C, der Lago di Garda hatte ca. 23 °C Wassertemperatur. Zum Baden empfiehlt es sich Wasserschuhe zu tragen, da es sehr steinig ist. Aber aufgrund des klaren Wassers hat man einen herrlichen Blick auf den Grund.

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Am letzten Abend auf dem Campingplatz in Sirmione überlegten wir uns, am nächsten Tag noch einen Abstecher nach Venedig zu machen. Also machten wir uns am darauffolgenden Morgen auf den Weg. Von Sirmione aus hatten wir ein Strecke von ca. 130 km vor uns, was über die Autobahn zum Glück schnell erledigt war. Am Ende des Festlandes, in Fusina, tuckerten wir dann mit dem Personenschiff nach Venedig. Mit dem Auto über die lange Brücke, die Strada Regionale (S 11), zu fahren, machte für uns keinen Sinn, da dort eh kein Autoverkehr möglich ist. 

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Wenn man einmal in der Nähe ist, sollte man sich Venedig unbedingt ansehen. Aber bei 34 °C wurde selbst das Laufen durch die engen Gassen mit den niedlichen Kanälen anstrengend. Außerdem haben wir, trotz Straßenkarte mit allen winzigsten Gässchen, schnell die Orientierung verloren. Angekommen auf dem Marcusplatz waren natürlich, neben den Menschenmassen auch etliche Tauben zu sehen. 

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Am späten Nachmittag, zurück auf dem Festland, hatten wir noch immer unser zweites Ziel, die Côte d Azur, vor Augen. Von Fusina aus waren es allerdings noch über 600 km. Also beschlossen wir, auf dem Weg dorthin, nochmal Rast auf einem Campingplatz in Peschiera zu machen. Dort erwartete uns am Abend ein wunderschönes Feuerwerk, was durch die Berge wieder herrlich schallte. 

Am nächsten Morgen, nach einer regenreichen Nacht, machten wir uns auf den Weg an die Côte d Azur. Knapp 500 km zeigte uns unser Navi an. Ohne genaues Ziel fuhren wir Richtung Frankreich, vorbei an Allesandria und Genua. Auf den Autobahnen war der Verkehr recht flüssig, sodass wir, nach etlichen Mautstellen, gegen 17 Uhr in der Nähe von Cannes ankamen. Entlang der hübschen Buchten und verwinkelten, bergigen Straßen, fanden wir, dank eines Campingplatzreiseführers, einen Stellplatz in Le Dramônt, einem Ortsteil von Saint-Raphaël.

Obwohl es auch etliche Parkbuchten gab, an denen man über Nacht ebenfalls hätte rasten können, war es für uns Campinganfänger doch klar, einen Campingplatz aufzusuchen. Nach anfänglichem Entsetzen, dass es in Frankreich keine oder kaum Klobrillen gibt, ließen wir den Abend am Meer ausklingen. Vom Strand aus hatten wir einen herrlichen Blick auf die Île d‘Or, eine alte Burg auf einer kleinen Insel. 

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Am nächsten Tag ging es dann auf einen anderen Campingplatz, unweit von Dramônt, nach Agay, eine kleine gemütliche Bucht, die uns schon bei der Durchreise aufgefallen war. Hier verbrachten wir dann noch ein paar Tage. Auf Anraten eines Campers, der dort ebenfalls mit seinem Motorrad war, wagten wir eine Mopedrunde ins Massif de l‘Esterel – bei 36 °C eine ganz schöne Herausforderung. Das wunderschöne Gebirge liegt zwischen Saint-Raphael und Cannes und soll auch bei Wanderern und Radfahrern sehr beliebt sein, was allerdings bei diesen Temperaturen eher nicht sehr angenehm ist. Dennoch wird man nach etlichen Höhenmetern mit einem wahnsinnig schönen Ausblick über die Küste belohnt, mit Worten kaum zu beschreiben.  

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Mit dem Auto kann man die Tour wohl auch machen, aber man kommt nicht bis an die hohen Felsformationen heran. Entweder war es an dem Tag einfach zu warm oder es handelte sich um einen super Insidertipp, jedenfalls waren nur sehr wenig andere Leute dort unterwegs, sodass man in Ruhe alles betrachten konnte.

Wenn wir einmal an der Côte d‘Azur sein würden, war es für uns selbstverständlich, auch Monaco zu besichtigen. Also haben wir uns ein paar Tage später mit Bus und Moped im Schlepptau auf den Weg gemacht. Zwischen Saint-Raphael und Monaco entschieden wir uns dazu, den Hinweg an der Küste entlang, über Cannes und Nizza, zu fahren, um den Mautgebühren zu entgehen. Dass wir für ca. 90 km dann doch 3,5 h brauchten, war uns vorher nicht klar. Der Weg an der Küste entlang war schön anzusehen, aber als Autofahrer wirklich sehr anstrengend. 

In Monaco angekommen, stellten wir den Bus im Parkhaus ab. Hier war es deutlich leichter eine Parkmöglichkeit zu finden, als erwartet. Also fuhren wir mit unserem Moped die „Circuit de Monaco“, die Formel 1 Rennstrecke, entlang. Monaco ist eine recht schöne, aber auch sehr teure Stadt. Als Tagesausflug sehr zu empfehlen – zum Campen widerrum wirklich ungeeignet.

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Nach unserem Aufenthalt im schönen Saint-Raphael mussten wir auch bald die Heimreise antreten. Da die Strecke gen Heimat doch zu lang für eine Tagestour war, machten wir noch einmal Halt am wunderhübschen Lago Maggiore. Die Landschaft war ähnlich beeindruckend wie am Gardasee.

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Nach ewigem Hin und Her und etlichen bereits besetzten Campingplätzen, bekamen wir nahe der Schweizer Grenze doch noch eine freie Fläche auf einem Campingplatz. Am nächsten Tag, als es Richtung Heimat ging, sahen wir am Gebirge, direkt an kleinen Flüssen und Bächen, noch viele Freicamper – vielleicht wird das eines unserer nächsten Ziele.

Fazit: Unsere Urlaube werden wir künftig mit Bus und Vanable® verbringen. So sieht man viel mehr von der Welt und ist einfach unabhängig.